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Dopré

Ich bin wieder daheim aus der Tschechei.
Es waren die 4 Tage des Grauens und des Erlebens.

Mittwoch morgen, wir schreiben 5 Uhr und es ist noch leicht dünkelich. Wir packen unser Auto, schieben meinen Bruder irgendwo zwischen die Koffer und fahren los. Nächste Kreuzung, wir warten auf seine Arbeitskollegin, die wir mitnehmen sollen. Wir warten und warten nach 7 Minuten geben wir auf und fahren weiter. Letze Bushaltestelle im Dorf, Arbeitskollege Nummer2 wird eingeladen- jetzt ab Richtung Hattorf.
Auf der ungefähr 15 min. Fahrt musste ich mir eine Triade an Dingen anhören, die mein Bruder zu erfüllen hat. Gott sei Dank, wir waren am Werk, alle Mann raus- scheiße Regen!
Mein Vater und ich wieder nach Hause, Regenschirme geholt (wir haben alles dabei, nur die Regenschirme fehlten halt- irgendwas sit immer), nochmal kurz mitm Hund raus und dann endlich Richtung Herfa (ein Dorf weiter)- 10 Min später- es regnet immer noch!
Raus ausm Auto, rein in den 9Sitzer-Bus- ich hab die Arschkarte gezogen- sitze ganz hinten, auf der Beifahrerseite. Mein großcousin Alfred neben mir, wir hatten die letzte Reihe zu zweit besetzt, was auch sehr gut war, wenn noch jemanden da hinten zwischen uns gesessen hätte, dann wäre das mega unbequem geworden.
Ich war ja schön schlau und habe mir zwei Kissen mitgenommen und so konnte ich einigermaßen bequem, ans Fenster gedrückt und Füße auf der Kopfstütze vor mir, schlafen.
Ich habe somit die ganze Fahrt über mit meinem Atem die Fensterscheibe angehaucht und nix weiter mitbekommen.

Stunden später...Sonne!!!! Heiß!!!!
Wir kamen in Bad Schandau an (deutsch), sind dort durch die Stadt gebummelt und haben uns angeguckt wie hoch doch die Elbe 2002 gestanden hat, also es war schon nicht niedrig...wahnsinn!
Wieder zurück zum Auto.
Endlich Tschechische Grenze- Personalausweis bitte (so oft wie in diesen 4 Tagen, hatte ich meinen Ausweis in den letzten fünf Jahren nicht in der Hand).
Endlich drüben, fruhren wir an mind. 5 Wechselstuben vorbei- ja man bezahlt in Tschechien noch mit Kronen 1€=27 Kronen (man merke sich dies gut!), außerdem braucht man eine Autobahnvignette wenn du dort auf der Autobahn fahren willst- was wir natürlich nicht getan haben, wir sind ständig durch irgendwelche Walachhei gegondelt.
Kaum das wir die Wechselstuben hinter uns gelassen hatten, war der erste Markt zu sehen, lauter Schlitzaugen- KATASTROPHE!!!
Natürlich ist mein Onkel daran vorbei gefahren *grummel*
Durch die Pampa, endlich in Decin angekommen- rein in die Stadt.
Der Wahnsinn, wie Hersfeld- nur dreckiger, verfallener, älter und alles irgendwie schlechter als in Hersfeld. Aber man glaube es kaum es gibt ein Rossmann, Deichmann und Takko- faszinierend.

Erste Hürde: Zieh einen Parkschein für zwei Stunden mit alten Kronen und tschechischer Bedienungsanleitung :-) -ich hab mich so beömmelt-

Was haben die geschimpft und ständig Kronen reingeschmissen, die der Automat nicht genommen hat und als endlich 10 Kronen genommen worden ist, kam son bekloppter Tscheche und klaut uns das Ticket, indem er noch 10Kronen reinschmeißt und einfach auf grün drückt- ich hab keine Luft mehr vor lachen bekommen. Du würdest ihn ja gerne beschimpfen, kannst aber Arsch nicht auf Tschechisch- es war zum kreischen! Gott sei dank nach einer geschlagenen viertel Stunde hat es endlich jemand geschafft und Ticket zu ziehen.

Zweite Hürde: Geld wechseln, auf tschechisch, mit deutsch, englisch mit Händen und Füßen

Also rein in die Wechselstube. 50€ hingelegt und bekam 1350Kronen.
Ohne irgendwelche Gespräche, Danke und Bitte mehr wurde nicht gesagt und das konnten die auf deutsch.

Dritte Hürde: Wir wollen Essen gehen, wir haben ja ein tausender, das wird schon klappen.

1. Amtshandlung, wir hätten gerne ein Bier, da ich ja kein Bier pur trinke bestellte ich ein Colabier, da ich ja nicht wusste ob die Diesel kannten.
Als die mit den Getränken ankam, dachte ich ich fall von der Bank, 1/2 Liter- Schoppen- ohje, das wird teuer. Als ich anschließend auf die Karte schaute war ich wieder kurz vorm Fall, nur 23 Kronen für Pilsner Urqell (Starkbier mit 12% :-D)- och da konnte man auch zwei tinken :-)
Dann die Essensbestellung- die Bedienung konnte deutsch- Knödel, Schweinebraten, Schnitzel, Pommes, alles mögliche und ich wollte einen Salat mit Hähnchenfleisch 400g für nur 55 Kronen (nicht mal 2&euro- Faszination pur!
Als es ums bezahlen ging, gibst du schon gerne Trinkgeld, denn was sind schon 20 Kronen?!
Wir waren gesättigt und zufrieden, für vielleicht 3-4€

Also leer getrunken und dann wieder rein in den Bus. Diesmal ohne Zwischenstopp Richtung Hotel.

Fortsetzung folgt...
11.8.07 17:15


2. Teil Tag 1

Wieder im Bus und Richtung Hotel, wie konnte es auch anders sein, durch die Pampa. Über Schienen und nicht vervollständigte Straßen kamen wir endlich am Hotel an, an dem mein Onkel mind zweimal die EInfahrt verpasst hatte. Raus ausm Bus!
Ich habe wirklich nicht viel erwartet a la dunkelgrünes Bad mit orangefarbenen Badezimmermöbeln, dreckiger Teppichboden und Eiche brutal im Schlafzimmer, aber mein Bild wurde zerstört... und zwar positiv. Hotel Palme war in deutscher Hand und somit gar nicht mal so schlecht. Ordentlich weiss verputzt, einen wahnsinnig großen, umzäumten Garten (er hat einen Mähdrescher um dies alles zu mähen), Obstbäume, v.a. Birnenbäume, die so voll hingen, dass die Äste abgebrochen sind. Und zwei Hunde eine Schäferhündin Namens Kolja (erst hatte ich Cognac verstanden) und einen 4 Mon alten Bernhardinerrüden Namens Ursus (ein Riesenviech, aber so drollig und so weiches Fell).
Nach gerechter Zimmeraufteilung haben wir die Sachen nach oben geschleppt. Ich durfte mir mit meiner Oma das Zimmer teilen, was von Vorteil war, denn wir hatten somit das größte Zimmer von allen (sogar mit Kühlschrank) und ein weiß-gefliestes Bad, mit seperatem Klo und Dusche- wundervoll. Das Zimmer an sich war im mukkeligen Landhausstil eingerichtet mit echten Dielen drin, richtig gemütlich.

Kaum hatten wir auch ausgepackt, wurden wir schon wieder zusammengetrommelt. Es ging zum alten WOhnhaus meiner Oma und zwar zu Fuß *ächz* (im Nachhinein wars gar net so schlimm)
Durchs Feld, über Trampelpfade, vorbei an überladenen Birnen-, Holunder-, Zwetschen- und Sauerkirschbäumen, einen Berg hoch und endlich, nach erschöpfenden 20 Minuten, waren wir da Hausnummer 37!!! und die war am oberen Ende von diesem Berg, erst dachte ich wir hätten uns verlaufen, denn die Hausnummern sind da alle etwas durcheinander, das erste Haus am unteren Ende hatte Nr. 40, darüber das Haus auf einmal schon Nr. 62, ja manche Häuser hatten sogar zwei Hausnummer, warum hab ich bis heute nicht verstanden.
Hausnr. 37 (original Ende 1800) ,mhh... im jetzigen Zustand sah es erbärmlich aus. Unsereins würde so einem Haus noch nicht einmal zu nahe kommen, vor der Angst irgendwelches Geviech sich einzufangen.
Das Haus war mal vor langer Zei verputzt gewesen, jetzt sieht man nur noch wie es mal ausgesehen haben könnte und zwar 4-farbig und quergestreift- schrecklich! Eine Scheune steht hinter dem Haus, bzw es war mal eine Scheune, denn es steht nur noch das Gerippe- anscheinend hat die mal gebrannt. Einen riesigen Garten, mit Obstbäumen und wie in jedem Garten in diesem Land da drüben: ein Swimmingpool und mind. 1-2 Hunde.
Das Haus kann noch so verranzt aussehen, der Garten und der Pool sind immer tiptop in Ordnung.
Nach gründlicher Begutachtung wollte meine Oma unbedingt durch den wald zurück, wo ich mich aber wehement gewehrt habe, denn ich hatte keine Lust mir ne Zecke einzufangen!
Also sind wir die geteerte Straße wieder zurück. Richtung Schule und altem Ballsaal und zurück durchs Feld Richtung Hotel Palme.
Am Hotel angekommen wurden wir gefragt, wann wir denn Abendbrot essen wollten? HÄ?!?! Abendbrot- müssen wir doch extra zahlen- egal, warmes Essen! Es gab Kartoffelbrei mit Kümmel *örgs*, Schweinebraten und Süß-Saure-Sauce. Der Braten und die Sauce waren widererwarten richtig lecker, aber Kartoffelbrei mag ich eh schon nicht und dann auch noch mit Kümmel *bäh*
Anschließend haben wir noch gesessen und Breznak (gespr: Breschnjak)(Bier) getrunken, außerdem hatten wir noch Gambrius (Bier) und noch ein dunkles Bier zur Auswahl. Die 12% die das Bier hatte, hat man nicht gemerkt, du hast es gesoffen wie Wasser- ging weg wie nix... fatal!
Für die, denen das Essen so schwer im Magen lag, gab es anschließend noch einen Bercherovka (Kräuterschnaps)- der war vielleicht ekelig, da lob ich mir Jägermeister.
Ich bin dann schon so gegen 21Uhr ins Bett, ich war so müde. hab mich noch schnell geduscht und etwas fernseh geguckt, bis meine Oma von unten kam. So gengen 22:30Uhr war ich tief und fest eingeschlafen.

Fortsetzung folgt...

12.8.07 19:43


2. Tag

Nachdem wir am Vortag ausgemacht hatten, das wir zwischen 8:30-9Uhr frühstücken, erwachte ich gegen halb neun aus meinem Tiefschlaf. Meine Oma war schon lange wach und fix und fertig angezogen, hatte schon die Gardinen zurückgezogen und die Fenster aufgemacht. Ich schwang mich voller Elan aus dem Bett... und wollte sofort wieder zurück! Meine Füße und Knöchel waren so angeschwollen, so dass es aussah, als ob Ziegelsteine mit cornichons meine Füße wären- kathastrophe! Nach einer eiskalten Fußdusche und Antistax kam ich einigermaßen gut in meine Schuhe.
Runter zum Frühstücken, mit größtenteils nur deutschen Produkten. Fertig mit Frühstück, wieder hoch. Tasche und Kühltasche packen, wieder runter- rein in den Bus!

Wir fuhren zu den Tissaer Wänden, ich ahnte schlimmes- WANDERN!
die Tissaer Wände sind Uraltes Gesteinsgebröckel, wo jeder Stein/Berg/etc eine Bezeichnung hat. Über Schlankheitsprobe bis  Löwenkopf und Bienenstock gab es alles.
Um überhaupt erstemal zur Kasse zu kommen, mussten wir einen Berg hochlaufen, als ich oben war, hab ich geröchelt wie ein magentafarbener Eisbär, aufm Rücken liegend mit Asthma. Herrje, ich habe festgestellt ich habe keine Kondition und ich sollte vielleicht nen paar Gramm abnehmen.
Endlich angekommen, dachte ich das wars, Piffendeckel- jetzt gings erst richtig los. Es gab zwei Möglichkeiten die Wände zu durchlafen, einmal eine kleine Runde (~1std) und die große runde (~2 1/2 Std.) und wir sind natürlich die große runde gelaufen, was auch sonst!
Im Nachhinein fand ich es gar nicht mal so schlimm, war Richtig angenehm zu laufen, abgesehen von rießigen Steinsbrocken und umgekippten Bäumen, die einem den Weg etwas abenteuerlich gestalteten. Mein Großcousin Alfred musste natürlich immer irgendwo anderst langlaufen, aber wie männliche Jugendliche im Alter von 23 nun mal sind.
Als wir dann, nach durchkreuzung von Felsspalten und Erklimmung von rostigen, wackeligen Treppen, am "Gipfel" angekommen waren, war es einfach einzigartig. Dieser Ausblick (wäre natürlich bei weniger Nebel schöner gewesen), war wahnsinn, du hast geguckt und geguckt und hättest dich totgucken können, es wurde einfach nicht langweilig. - Das ist wie, als wenn du in der Schule sitzt und ausm Fenster starrst, alles da draußen ist interessanter, als wie das wesentliche.-
Nach 2 1/2 Std waren wir wieder aus den Wänden aufgetaucht und begaben uns diesen steilen Weg wieder hinab- wenn du bis dahin keine Probleme mit den Knienen hattest, dann hat man sie spätestens nachdem man am Ende angekommen ist.
Direkt am Fuße der Wände, gab es ein Cafe, wo wir einkehrten und sich ein paar von uns Kartofeflsuppe bestellten, ich habe mich an Diesel gehalten (da ich ja nun wusste die kennen diesen Begriff) nur 16 Kronen der 1/2 Liter, wahnsinn- es wurde ständig billiger!

Wir fuhren wieder zurück nach Decin und dort hinauf zur Schäferwand. Zum Glück klarte das Wetter auf und wir hatten eine gute Sicht. Es war interessant, was das Elbehochwasser alles an Schaden angerichtet hat. Ein rießiges Schwimmbad, wurde dadurch zerstört und anstatt es wieder aufzubauen, wurde einfach ein neues gebaut- welches nicht so groß und schon war. Dann gab es da noch ein Schloss, welches zu Hitlerzeiten von  der Stasi besetzt war, von außen sah es richtig schön aus, ordentlich verputzt und neue Fenster und neu gedecktes Dach. Als wir aber oben auf der Schäferwand standen, konnte man von oben in den Innenhof gucken und man hat gesehen, dass das Sprichwort von außen hui, innen pfui fast überall passt. von Innen sah dieses schloss verfallen und heruntergekommen aus, wie alle Häuser in dieser gegend, aber um einen guten Eindruck zu hinterlassen, musste man ja den schein wahren.

Wir fuhren wieder in die Stadt runter und führen nach Königswald auf einen Tschechenmarkt. ENDLICH!!!
Ich hatte schon vorher meinen Vater beschwatzt, dass er mir eine Stange Zigartetten mit rüber schmuggelt- denn 1 Stange pro Person und wir waren 7 Leute, mein Onkel hatte sich geweigert unsere Sucht mit zu verantworten, also waren es nur 6. Meine Großtante hatte 3 Stangen, verteilt auf ihren Mann, ihren Sohn und sich. Meine Oma, sollte für meinen Cousin eine Stange mitbringen, also blieb nur noch mein Vater und ich. insgesamt = 6 Stangen!
Kaum irgendwo da gewesen, fragte ich am ersten Stand, wieviel ne Stange kostet_ 23,50€ kam mir entgegengequiekt- ich hab dann freundlich nein danke gesagt und bin gegangen. Dann ist der hinter mir her und wollte mich vollquatschen- ich hab ich gekonnt ignoriert und bin weiter. Nachdem ich überall gefragt hatte, und jedesmal mind 15€ hätte bezahlen müssen, hab ich es schon beinahe aufgegeben. Endlich hatte ich einen Fidschi gefunden, der mir die Stange für 10 und Banderole verkaufte- TADA gekauft!
Anschließend habe ich noch eine Jeans für 10 und ein T-shirt für meinen Bruder für 8 erhandelt, welches sich als zu klein herausstellte.
Mein Vater wollte eigentlich noch einen Briefkasten, aber der Fidschi wollte 15 € dafür haben. Dies war meinen Vater zu teuer und außerdem hatte er keinen mehr in Braun, also ist er wieder gegangen. Aber anstatt zu einem anderen zu gehen, NEIN- setzt er sich natürlich ins Auto. Also sind wir danns chließlich ohne Briefkasten gefahren.

Wieder zurück nach Decin.
Wir brauchen noch was zu trinken, haben für die Fahrt nix mehr.
Ab ins Kaufland (eigentlich wollte ich noch zu Deichmann, aber ich durfte nicht), wir brauchten ja eigentlich nur etwas zu trinken. Eigentlich! Als ich dann gesehen habe, dass das Kilo Katroffeln nur 10 Kronen kostet habe ich zugeschlagen 7kg Kartoffeln für 70 Kronen- juhu!
Alles voll billig, Schnaps- Alfred kaufte Canabisschnaps, Essen, Trinken- ich brauche Wasser, aber meisnte da gibt es kleine Flaschen- falsch gedacht nur riesige 2 Liter Flaschen. Naja ene tuts für fden Anfang, wir konnten ja umfüllen und es gab auf nix Pfand, ja nochnicht mal auf die Glasflaschen.
Wieder rein ins Auto und alles sachgemäß verstaut.
Dann war es auch wieder an der Zeit um Richtung Hotel zu fahren und uns fürs Abendbrot zu richten. ICh war so froh, dass ich mal die Füße hochlegen konnte, denn sie waren wiedermal so angeschwollen, dass man sie für Wasserbälle halten konnte.
LEcker, lecker Abendbrot- Salat- für die anderen gab es Wurstplatte (eigentlich Schlechteplatte bestellt) mit normaler piefiger Wurst, obwohl gute Hausmacher Wurscht erwartet worden ist. Naja, pech gehabt!
Wieder zusammen gesessen und Phase 10 gespielt und so gegen 23Uhr ins BEtt. ENDLICH- SCHLAFEN!

Fortsetzung folgt

13.8.07 14:38


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